WordCamp Würzburg 2018

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Am 21. und 22. traf sich die deutschsprachige WordPress-Community in Würzburg. Unter dem Motto „Superhelden retten den Tag“ widmeten sich rund 120 Teilnehmer dem Wissensaustausch, der Community und der Arbeit am WordPress-Projekt.

Wer Stefan Kremer kennt, weiß, dass die WordPress-Community in Franken immer gut empfangen, bewirtet und versorgt wird. Dewegen hatte ich auch dieses Jahr keine Sorge, als ich zum WordCamp ins beschauliche Würzburg aufgebrochen bin. Die Universität Würzburg hatte das zentrale Vorlesungsgebäude zur Verfügung gestellt. Und so konnten rund 120 WordPressler am Freitag den 21. am Contributor Day und am 22. beim Barcamp eine gute Zeit erleben.

Die Eingangshalle des zentralen Hörsaal- und Seminargebäudes voll mit Teilnehmer

Ein reges Treiben beim WordCamp

Der Contributor Day

Leider konnte ich erst Freitag Morgen aufbrechen und deshalb erst ab Mittags contributen. Da die Polyglots leider keinen eigenen Tisch hatten, habe ich Birgit beim übersetzen einer Powerpoint geholfen, die das Marketing-Team US uns freundlicherweise geschickt hat. Darin wurden alle Contributor-Teams vorgestellt. Es ist geplant, dass mit diesen Folien nun an jedem WordPress Meetup in Deutschland ein Vortrag gehalten wird, um die Arbeit der Community besser vorzustellen. Vielleicht können wir so das eine oder andere aktive Mitglied hinzugewinnen.

Auch die anderen Teams waren fleißig. Zwei neue Meetups (Kiehl und Kassel) wurden in Würzburg gegründet. Es wurde viel Onboarding-Arbeit gemacht und neuen Helfern technische Details erklärt.

Am Abend ging es im Club L zur Sache, wo sich die Community zum Feiern traf.

Memo an mich: Das nächste Mal bei der Wahl des AirBNB nicht nur die Entfernung zum Veranstaltungsort bedenken. Ebenso wichtig ist die Entfernung zur Party-Location.

Das Barcamp

Am nächsten Tag begann das eigentliche WordCamp. Es gab schon in der Frühe ein Wiedersehen mit vielen Freunden und bekannten Gesichtern. Für den Gipfel des Kaffee-Genusses hatte das Orga-Team eigens einen eigenen Barista verpflichtet. Mit der Kaffee-Qualität hängten die Würzburger die Latte hoch für zukünftige WordCamps…

Der Barista übt beim WordCamp Würzburg 2019 seine Kunst aus.

Der Barista übt beim WordCamp Würzburg 2019 seine Kunst aus.

Nach dem Frühstück begann der inhaltliche Teil. Im Barcamp-Style konnte in der Session-Planung jeder Themenvorschläge machen. Demokratisch wurde dann geschaut, ob sich genügend Hörer finden.

CSS-Grid

In meiner ersten Session hatte ich endlich Gelegenheit Jessys Vortrag über CSS-Grid zu sehen, den ich schon ein paar Mal verpasst hatte. Wenig überraschend konnte mich Jessy verblüffen. CSS hat sich sehr weiter entwickelt seit ich es vor einigen Jahren gelernt hatte.

Die deutsche Hosterlandschaft

In einer sehr sehenswerten Session führte Matthias von WP-Projects in die deutsche Hosterlandschaft ein. Er erklärte nicht nur sehr langsam und leich verständlich die technischen Grundlagen verschiedener Hosting-Angebote, sondern gab auch Empfehlungen welches Hosting-Angebot für welchen Anwendungsfall geeignet ist. Außerdem entschlüsselte er einige Marketing-Mythen. Wer gerade einen neuen Hoster sucht und nicht weiß, worauf er achten muss, sollte sich diesen Talk zu Gemüte führen.

https://twitter.com/jessicalyschik/status/1043451639305261056

Danach konnten sich die Teilnehmer beim Mittagessen stärken.

„Ohrenbluter“ Session

In Würzburg kam es auch zu einem historischen Ereignis. Immer wieder war Robert Windisch mit nervigen Kommentaren à la „Die Sessions bei WordCamps sind alle zu basic und haben keine Nievooooh“ genervt worden. So lange, bis er vor einigen Jahren folgenden Schwur ablegte: Robert würde eine Session halten, die so langweilig und so kompliziert werden würde, dass seinen Zuhörern die Ohren bluten sollten. Noch vor Ende der Session, so kündigte er an, werden alle Zuhörer reißaus genommen haben.

https://twitter.com/inpsyde/status/1043477134122135552

Doch am Ende konnte Robert dann doch nicht aus seiner Haut. Nur eine einzige Teilnehmerin floh aus der Session. Im Gegenteil war nich nur ich der Meinung, dass hier eine hervorragende Einführung in WordPress und Web-Technologie an sich vorgeführt wurde. Robert versprach aber die Session für das WordCamp Köln nochmals zu verkomplizieren.

WordPress Health Check

In seiner Session führte Walter Ebert viele nützliche Tools vor, mit denen man sich einen schnellen Überblick verschaffen kann, ob mit einer WordPress-Installation etwas nicht stimmt. Virenbefall? Performance-Probleme? Nicht mobil-optimiert? Viele Plugins und Dienste können hier Erkenntnis-Gewinn bringen.

Ein inspirierender Vortrag

Die Session, die dann folgte, war mein persönlicher Höhepunkt des WordCamps. In einer hoch emotionalen Rede berichtete Birgit von ihrem Leben mit und Ihrer Karriere in der WordPress-Community. Während Sie von Ihrem Lebensweg und all den harten Schicksalsschlägen erzählte war sie selbst und das Publikum mehrfach den Tränen nahe. Wie Birigt all ihre Schicksalsschläge überstand und daran gewachsen ist, sollte für jeden Menschen ein leuchtendes Vorbild sein. Und dass es in ihren dunkelsten Stunden immer wieder Menschen aus der WordPress Community waren, die ihr geholfen haben, darf uns wahrhaftig stolz machen.

Gutenberg

Einer der größten Vorteile an einem WordCamp ist es, dass man aus erster Hand von den Core Contributern erfahren kann, was für Änderungen und Erweiterungen an WordPress demnächst geplant sind. Das Top-Thema im Jahre 2019 ist und bleibt natürlich der Gutenberg Editor.

Hier gab uns Sören einige Insights und beantwortete geduldig alle Fragen.

Wie an jedem Barcamp konnte ich natürlich nicht alle Sessions mitmachen. Glücklicherweise hat das fleißige Video-Team um Frank wieder alle Sessions aufgenommen und wird die Vorträge auf WordPress.tv zur Verfügung stellen. Sehr empfohlen wurde mir Torsten Landsiedels Vortrag zur Umsetzung der DSGVO. Den werde ich mir bei Gelegenheit noch anschauen.

Am Abend traf sich der harte Kern der Community noch zum Essen im Restaurant Karthäuser. Hier floss noch das ein oder andere Bier… und Radler.

Am Morgen darauf trafen sich die noch nicht abgereisten WordPressler noch zu WordBrunch. In lustiger Runde konnten wir hier das Event noch einmal revue passieren lassen.

Heiko war daraufhin so nett Bernhard, Maja, Phil und mich mit dem Auto zurück nach Berlin zu nehmen. Ich hatte eigentlich geplant bis zum Nachmittag noch ein bisschen Würzburg zu besichtigen. Doch bei dem verregneten Wetter empfahl sich das nicht. Daheim in Berlin konnte ich nun sinnvollere Dinge tun. (zum Beispiel diesen Artikel schreiben).

Fazit

Das WordCamp Würzburg war nicht so groß und nicht so international, wie die Metropol-WordCamps in Köln und Berlin sich zuletzt gezeigt hatten. Die etwas gemütlichere Atmosphäre hatte jedoch eindeutig auch ihren Charme. Das WordCamp war perfekt durchorganisiert. Spannende Sessions, nette Leute und ein guter Community zusammenhalt. Selbst unseren jüngsten Teilnehmern gegenüber zeigte sich die Community wieder von Ihrer besten Seite:

Ich habe bei diesem WordCamp viele neue Gesichter aus Franken und Bayern gesehen. Leute, die vielleicht nicht oder nur sehr selten nach Köln oder Berlin fahren. Einige von ihnen haben eindeutig Blut an der Community-Arbeit geleckt. Ein eindeutiges Argument dafür, auch weiterhin in allen Regionen Deutschlands WordCamps zu veranstalten.

Persönliches Fazit

Bei meinem ersten WordCamp an dem ich weder Orga, noch Volunteer oder Speaker war, wurde mir zwischenzeitlich doch tatsächlich etwas langweilig. Nicht einmal der übliche, in der Mittagspause improvisierte Talk mit Udo fand statt. Bis zum nächsten WordCamp muss ich mir da eindeutig etwas einfallen lassen.

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