Utopian Reflections 2014 – Bilanz und Ausblick

Seit einem Jahr betreibe ich jetzt den Blog Utopian Reflections. Der Jahreswechsel ist eine gute Chance für eine erste Bilanz und einen Ausblick.

Internet-Journalist und Publizist Sascha Lobo

Er hat oft aber bei Weitem nicht immer Recht: Sascha Lobo Photo by re:publica 2015

Wie entstand eigentlich Utopian Reflections? Ungefähr ein Jahr ist es jetzt her: Da hat ein FAZ-Kommenar von Sacha Lobo mich so sehr aufgeregt, dass ich einen Kommentar dazu schreiben musste. Das war der Anlass für mich auf Blog.de zu gehen und mir einen eigenen Blog zu erstellen. Ziemlich schnell hatte ich Blut geleckt. Die digitale Agenda, das Internet und seine Auswirkungen auf die Gesellschaft wurden mein Thema. Und es erstaunte mich selbst, wie einfach ich jede Woche ein Thema gefunden habe: Die Facebook-Übernahme von Whatsapp, Googles Praxis der Datensammlung, Edward Snowden oder die einzelnen Youtube-Stars. Es gibt so viele Aspekte, in denen das Internet heute unser tägliches Leben beeinflusst. So viel, über das es sich zu schreiben lohnt.

Bloggen ist Schwerstarbeit

Einen Artikel in der Woche zu schreiben kann ja nicht so aufwändig sein… Denkt man als naiver Neublogger und tatsächlich fällt es nicht besonders schwer, während man noch enthusiastisch und motiviert ist. Doch dann wird einem klar: um einen Post pro Woche zu schreiben, muss man wirklich jede Woche einen Post schreiben, egal was im Fernsehen kommt, egal welche Partys oder Familienbesuche anstehen, egal was Freunde vorhaben oder wie viel Stress auf der Arbeit ist. Selbst der gewissenhafteste Blogger kann da mal ein paar Lücken in seiner Timeline haben. Wichtig ist dabei nur, dass man nicht aufgibt.

Utopian Reflections: Wechsel zu WordPress

Logo von WordPress

Die verbreitetste Blogger-Software WordPress wird auch für Utopian Reflections verwendet Photo by Adriano Gasparri

Irgendwann wollte ich mit Utopian Reflections eine richtige Domain haben, wollte einige technische Spielereien ausprobieren und mein Layout noch mehr an meine Wünsche anpassen. Dafür reichte Blog.de bald nicht mehr aus, und so beschloss ich eigenen Webspace zu buchen und eine eigene WordPress Seite zu hosten. Die Seite Abends nach der Arbeit zu erstellen, zu gestalten und technische Probleme zu lösen war nicht ganz einfach. Im September war es dann aber soweit: Die Seite stand und ich war zufrieden mit dem Ergebnis. Den Relaunch habe ich zum Anlass genommen das thematische Spektrum zu erweitern. Es hat mir einfach riesig gefehlt, wie zu Studienzeiten über Philosophie, Literatur und Geschichte zu schreiben. Leider eröffnete das auch die Möglichkeit, in tausend verschiedenen Themenbereichen Großprojekte anzufangen, und nicht zu Ende zu bringen. (Siehe meine Post-Reihe zur Französischen Revolution)

Mit dem Relaunch habe ich mir auch ein paar regelmäßige Gastautoren ins Boot geholt… (Über das genaue Ausmaß dieser „Regelmäßigkeit“ hülle ich den Mantel des Schweigens) Alles in allem muss ich gestehen, dass meine Posts seit September sehr unregelmäßig geworden sind. Das wird sich im neuen Jahr allerdings ändern.

Utopian Reflections Ausblick auf 2015

Laptop-Arbeitsplatz-Nadir Balcikli

Im neuen Jahr Utopian Reflections noch regelmäßiger gepflegt werden Bild: Laptop-Arbeitsplatz von Nadir Balcikli unsplash.com

Für das neue Jahr habe ich mir auf Utopian Reflections viel vorgenommen. Besonders auf den beiden Hauptkategorien „Web und Gesellschaft“ und „Philosophie“ wird jetzt wieder regelmäßig etwas erscheinen. In „Web und Gesellschaft“ werde ich einen noch spezielleren Blick auf Youtube und die Entwicklungen dort werfen. Und die Philosophie Kategorie wird ein interessantes Experiment, weil ich ausloten möchte, wie Massen-verständlich man anspruchsvolle Philosophie vermitteln kann. Auch meine 1000 Ideen zu Geschichte, Popkultur und Metablog werden mal nach und nach umgesetzt. Der Blog bleibt aber (und das bitte ich explizit im Hinterkopf zu behalten) ein Hobby-Projekt. Deswegen schreibe ich über ein thematisches Potpouri, statt nur über ein eingegrenztes, spezifisches Thema, das sich viel leichter vermarkten ließe. Deswegen suche ich meine Themen auch nach Interesse und nicht nach Google- oder Twitter-Charts. Zum Bloggen, das ist meine feste Überzeugung, braucht man Herzblut. Und dieses Herzblut kann ich für ein Projekt, mit dem ich kein Geld verdienen will, nur aufbringen, wenn ich wirklich über das schreibe, was mich auch selbst interessiert.

Wenn jetzt meine Gastautoren (bitte kritischen Unterton dazu denken) mal noch in die Potte kämen, und ein bisschen regelmäßiger Content abliefern würden, dann stände einem erfolgreichen Blog nichts mehr im Weg.

Ich wünsche jedenfalls allen einen erfolgreichen Start ins Jahr 2015 und, dass eure (und meine) Vorsätze gut umgesetzt werden können 😉

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